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Hinweis für Studierende in Deutschland

Maßgeblich sind die Prüfungsordnung und die Vorgaben Ihrer Hochschule. Beispiele zu JSA oder polnischen Hochschulverfahren beziehen sich auf Polen und gelten nicht automatisch in Deutschland.

Exposé zur Bachelorarbeit

Ein Exposé zur Bachelorarbeit ist ein kurzer Plan. Damit kann die Betreuungsperson beurteilen, ob das Thema umsetzbar ist und die Kapitel zum Ziel führen. Üblicherweise enthält es einen Arbeitstitel, die Begründung der Themenwahl, das Ziel, Forschungsfragen, die Methode, eine vorläufige Gliederung und einige wichtige Quellen. Der Fachbereich kann dafür ein eigenes Formular vorgeben.

Exposé zur Bachelorarbeit

Das Wichtigste

  • ✓Das Ziel sollte in einem Satz klar benennen, was untersucht wird.
  • ✓Die Forschungsfragen müssen sich mit dem verfügbaren Material beantworten lassen.
  • ✓Kapitelplan und Literaturverzeichnis sind vorläufig; die Betreuungsperson kann Änderungen empfehlen.

Was gehört in ein Exposé?

Beginnen Sie mit einem Arbeitstitel und zwei oder drei Sätzen zur Begründung der Themenwahl. Halten Sie dann Problem, Ziel und Fragen fest. Geben Sie an, welches Material Sie mit welcher Methode und für welchen Zeitraum untersuchen. Ergänzen Sie eine vorläufige Gliederung und erste Literaturhinweise. Falls Ihre Hochschule ein Formular vorgibt, bestimmt dieses Reihenfolge und Umfang.

Achten Sie auf Stimmigkeit: Die Forschungsfrage darf keine Analyse versprechen, die Ihre Methode nicht ermöglicht. Wenn Sie zwei Gruppen vergleichen möchten, brauchen Sie Daten zu beiden. Wenn Sie nur eine Einrichtung beschreiben, können Sie daraus keine Aussagen über eine ganze Branche ableiten.

Ein eigenes Beispiel für ein Exposé

Arbeitstitel: Zugänglichkeit von Informationen zu Kulturveranstaltungen für Studierende in einer ausgewählten Stadt. Ziel: untersuchen, wo und in welcher Form Studierende nach solchen Informationen suchen. Fragen: Welche Kanäle nutzen sie, welche Mitteilungen finden sie verständlich und welche Hindernisse nennen sie? Material: ausgewählte Mitteilungen von Einrichtungen und Antworten von Befragten, sofern die Betreuungsperson eine Umfrage befürwortet.

Vorläufige Methode: Analyse der Mitteilungen nach mehreren offengelegten Kriterien und ein kurzer Fragebogen. Gliederung: Kapitel 1 - Begriffe und Forschungsliteratur zur Kulturkommunikation; Kapitel 2 - Ziel, Stichprobe, Instrumente und Vorgehen; Kapitel 3 - Ergebnisse und Grenzen; Fazit - Antworten auf die Forschungsfragen. Erste Literaturhinweise: wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Kommunikation und amtliche Daten zur kulturellen Teilhabe.

Was sollten Sie vor dem Versand an Ihre Betreuungsperson prüfen?

Lesen Sie Arbeitstitel, Ziel, Fragen und Kapitelüberschriften in dieser Reihenfolge. Alles sollte dasselbe Problem betreffen. Streichen Sie unklare Wörter wie „Einfluss“, wenn Sie lediglich Antworten beschreiben und keine Untersuchung kausaler Zusammenhänge planen.

Fügen Sie eine kurze Liste offener Entscheidungen hinzu: Untersuchungszeitraum, Auswahl der Stichprobe, endgültige Methode und Zahl der Kapitel. So kann Ihre Betreuungsperson konkrete Punkte kommentieren, statt nur eine allgemeine Idee zu bewerten.

Wie passen Sie die Gliederung an Ihre Arbeit an?

Notieren Sie die Pflichtbestandteile Ihres Fachbereichs und markieren Sie, was für Studiengang und Arbeitstyp gilt. Vergleichen Sie dies mit Ziel und tatsächlich vorhandenem Material. Erst danach legen Sie die Reihenfolge von Kapiteln und Überschriften fest.

Geben Sie jedem Gliederungspunkt eine Aufgabe: einen Begriff erklären, die Methode beschreiben, ein Ergebnis zeigen oder eine Forschungsfrage beantworten. Erfüllen zwei Abschnitte dieselbe Aufgabe, führen Sie sie zusammen oder grenzen Sie sie klar ab.

Was ist bei Quellen und Vorgaben zu prüfen?

Verwenden Sie die aktuellen Vorgaben Ihres deutschen Fachbereichs statt einer beliebigen Vorlage einer anderen Hochschule. Prüfen Sie Pflichtteile, Überschriftenebenen, Tabellen- und Abbildungsnummerierung sowie Zitierregeln. Ältere Vorlagen können überholte Felder enthalten.

Halten Sie zu jedem geplanten Unterkapitel fest, woher das Material stammt: Fachliteratur, Dokumente, Daten oder eigene Analyse. Fehlen für einen wichtigen Teil geeignete Quellen, grenzen Sie die Frage vor dem Schreiben ein oder ändern Sie die Struktur.

Wie vermeiden Sie späte Korrekturen?

Lesen Sie nach dem ersten Entwurf der Einleitung nur die Überschriften. Führen sie vom Problem zu einer Antwort? Vergleichen Sie dann das Fazit mit dem Ziel der Einleitung und streichen Sie Aussagen, die die Arbeit nicht einlöst.

Aktualisieren Sie Inhaltsverzeichnis, Beschriftungen, Querverweise und Nummerierung. Öffnen Sie das exportierte PDF, denn Tabellen oder Seitenumbrüche können dort anders aussehen. Bewahren Sie vor dem endgültigen Export eine bearbeitbare Fassung auf.

Praktische Prüfung vor dem Versenden

Erstellen Sie eine Kopie und lesen Sie das Dokument in der Reihenfolge der Lesenden: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Fazit, Literatur und Anhänge. Markieren Sie Überschriften, die etwas anderes versprechen als der folgende Text. So finden Sie Lücken leichter als durch zufällige Satzkorrekturen.

Prüfen Sie in Word Formatvorlagen, Tabellen- und Abbildungsbeschriftungen, Querverweise sowie Seitenzahlen. Gibt es eine Vorlage Ihres Fachbereichs, vergleichen Sie damit DOCX und endgültiges PDF. Nach dem Export kann die Datei anders aussehen.

Zusammenfassung

Ein gutes Exposé dient als Grundlage für das Gespräch mit der Betreuungsperson; es ist keine Kurzfassung der fertigen Arbeit. Je klarer es den Zusammenhang zwischen Problem, Material und Methode zeigt, desto leichter lassen sich Änderungen vor dem Schreiben der Kapitel vornehmen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lang sollte ein Exposé zur Bachelorarbeit sein?

Das hängt von den Anforderungen des Seminars ab. Manchmal reicht ein kurzer Plan; an anderen Hochschulen gibt es ein Formular mit Angaben zu Methode und Literatur. Prüfen Sie zuerst die Vorlage Ihrer Lehrperson.

Braucht ein Exposé Hypothesen?

Nicht immer. In manchen Vorhaben reichen Forschungsfragen, bei anderen erwartet die Betreuungsperson Hypothesen. Ob sie sinnvoll sind, hängt von der Methode ab und sollte nicht einfach aus einer Vorlage übernommen werden.

Ist die Gliederung im Exposé endgültig?

Nein. Es handelt sich um einen Arbeitsplan, den Sie nach der Literaturrecherche und einer ersten Datenanalyse in Absprache mit Ihrer Betreuungsperson präzisieren können.

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